Lernaufgaben und -räume

Lernräume als pädagogisches Angebot

Die Lernräume bieten den Kindern die Möglichkeit ihre Lernaufgaben am Nachmittag in einem strukturierten Rahmen eigenständig zu bearbeiten. Lernaufgaben dienen der Förderung von Selbstständigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Arbeitsorganisation und Eigenverantwortung und werden von der jeweiligen Lehrkraft gestellt und durch diese, sowie den Eltern kontrolliert. Die pädagogischen Fachkräfte des Nachmittags begleiten das selbstständige Lernen am Nachmittag als verlässliche Ansprechpersonen. Mit den Lernräumen schaffen sie hierfür eine ruhige und geschützte Atmosphäre und unterstützen die Kinder dabei, ihre eigene Lernkompetenz weiterzuentwickeln.

Die Lernräume werden parallel zum Mittagessen, zu den Kursangeboten und zur Freispielzeit in der Zeit von 13:10 Uhr bis 14:50 Uhr angeboten. Während dieser Zeit ist immer mindestens eine pädagogische Fachkraft im Raum anwesend. Die Kinder haben in diesem Zeitraum die Möglichkeit, in Absprache mit der jeweiligen Gruppenleitung die Lernräume aufzusuchen und dort ihre Aufgaben zu bearbeiten. Dabei steht es den Kindern grundsätzlich frei, ob sie hierfür die Lernräume nutzen oder einen anderen geeigneten Ort zum Erledigen ihrer Lernaufgaben aufsuchen möchten.

Auch zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr können die Kinder ihre Lernaufgaben bearbeiten. Für diesen Zeitraum werden allerdings keine extra Lernräume eingerichtet.

Während der Lernzeit arbeiten die Kinder eigenverantwortlich an ihren Aufgaben. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen bei Verständnisfragen und geben Orientierung, ohne jedoch die Rolle von Nachhilfelehrkräften zu übernehmen. Die Verantwortung für die vollständige und korrekte Bearbeitung der Hausaufgaben liegt bei den Lehrkräften und den Eltern. Die Aufgabe der Nachmittagsbetreuung besteht darin, den Kindern einen geeigneten Rahmen zu bieten und sie in ihrer Lernkompetenz zu stärken.

 

Individuelle Nutzung und gemeinsamer Austausch

Die Lernräume ermöglichen den Kindern, ihre Lern- und Arbeitszeiten entsprechend ihrem individuellen Rhythmus und ihren persönlichen Bedürfnissen zu gestalten. Eine feste Vorgabe hinsichtlich der Wochentage oder der Dauer des Besuchs gibt es dabei nicht. So kann ein Kind beispielsweise im Rahmen eines Wochenplanmodells seine Aufgaben innerhalb weniger Tage vollständig bearbeiten und anschließend entsprechend weniger oder keine Lernräume mehr benötigen.

In einem regelmäßigen und wertschätzenden Austausch zwischen Kindern, Eltern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften wird gemeinsam betrachtet, in welchem Umfang die Lernräume genutzt werden und ob dieser den individuellen Lernprozess angemessen unterstützt. Sollte sich zeigen, dass ein Kind die Lernräume dauerhaft deutlich weniger nutzt und dadurch die Bearbeitung der Lernaufgaben beeinträchtigt wird, kann dies gemeinsam reflektiert und gegebenenfalls angepasst werden.

 

Übergang zu Mittagessen, Angeboten und Freispiel

Nachdem ein Kind seine Aufgaben erledigt hat oder nicht mehr weiter an seinen Aufgaben arbeiten möchte, kann es nach Absprache mit der Gruppenleitung zum Essen gehen, ein Angebot besuchen oder ins Freispiel gehen. Je nach Uhrzeit kann auch ein Kurs besucht werden.

 

Freitag

Am Freitag fallen für gewöhnlich keine Lernaufgaben an. An diesem Tag haben die Gruppenleitungen die Möglichkeit, die Zeit gemeinsam mit den Kindern als Klasse für freies Spiel, Aktivitäten im Außengelände, Ausflüge in umliegende Parks oder kreative Projekte zu nutzen.